Menstruationsprobleme
Ursachen verstehen – Beschwerden gezielt behandeln
TCM bei Zyklusstörungen und Regelschmerzen – Ein ganzheitlicher Ansatz zur Frauenheilkunde
Regelstörungen gehören zu den häufigsten Gründen, weshalb Frauen eine Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin aufsuchen. Viele erleben ihre Beschwerden über Jahre hinweg als etwas, das sie einfach hinnehmen müssen. Dabei sind wiederkehrende Regelschmerzen, starke oder sehr schwache Blutungen und ein unregelmäßiger Zyklus häufig ein Zeichen dafür, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen – und sie sollten nicht als „normal“ abgetan werden.
Wiederkehrende Zyklusbeschwerden sollten grundsätzlich gynäkologisch abgeklärt werden. Dahinter können hormonelle Veränderungen, aber auch Erkrankungen wie Endometriose, Myome oder das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) stehen.
Die Behandlung von Zyklusstörungen gehört seit Jahrhunderten zu den klassischen Schwerpunkten der chinesischen Frauenheilkunde. Ziel der Behandlung ist es, die Ursachen der Beschwerden zu erkennen, den Zyklus langfristig zu regulieren und Beschwerden nachhaltig zu lindern.
Bei welchen Menstruationsbeschwerden kann TCM unterstützen?
Die chinesische Medizin kann unter anderem eingesetzt werden bei:
- Prämenstruellem Syndrom (PMS)
- Regelschmerzen (Dysmenorrhoe)
- starken oder sehr schwachen Blutungen
- verlängerten, verkürzten oder unregelmäßigen Zyklen
- ausbleibender Menstruation (Amenorrhoe)
- Zwischen- und Schmierblutungen
Nicht jede Frau erlebt dieselben Beschwerden – und dieselbe Diagnose bedeutet nicht automatisch dieselbe Behandlung. Deshalb beginnt jede Therapie mit einer sorgfältigen Diagnostik.
Die Bedeutung der chinesischen Diagnostik
Der Menstruationszyklus gehört zu den wichtigsten diagnostischen Grundlagen der chinesischen Frauenheilkunde.
Neben der gynäkologischen Diagnose fließen der Verlauf des Zyklus, der Zeitpunkt und die Art der Beschwerden sowie weitere Begleitsymptome in die Beurteilung ein. Ergänzt werden diese Informationen durch eine ausführliche Anamnese sowie die Puls- und Zungendiagnose.
Nicht jede Zyklusstörung hat dieselbe Ursache. Deshalb beginnt die chinesische Behandlung nicht mit einem festen Therapieschema, sondern mit einer sorgfältigen Diagnostik. Erst aus dem Zusammenspiel aller Befunde entsteht ein individuelles Behandlungskonzept.
Möchten Sie mehr darüber erfahren, warum die Menstruation in der chinesischen Medizin als Spiegel der Gesundheit gilt? Dann lesen Sie auch den Blogartikel „Eine ganz normaler Blutung“ – Was Ihre Menstruation über Ihre Gesundheit verrät“.
Behandlung mit Akupunktur und chinesischer Arzneimitteltherapie
Die chinesische Behandlung orientiert sich nicht allein an der schulmedizinischen Diagnose, sondern am individuellen Muster, das sich aus der Diagnostik ergibt.
Hinter Regelschmerzen oder Zyklusstörungen können aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin beispielsweise Blutmangel, Blutstasen, Qi-Stagnationen sowie Kälte- oder Hitze-Muster stehen. Deshalb richtet sich die Behandlung immer nach der zugrunde liegenden Ursache und nicht allein nach den Beschwerden. Eine sorgfältige Diagnostik bildet die Grundlage dafür, diese Unterschiede zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Je nach Diagnose kommen Akupunktur, chinesische Arzneimittel oder eine Kombination beider Verfahren zum Einsatz. Da sich Veränderungen des Zyklus meist über mehrere Monate entwickeln, wird die Therapie in der Regel über mehrere Menstruationszyklen geplant und regelmäßig angepasst.
Wenn Sie unter wiederkehrenden Zyklusbeschwerden leiden oder Veränderungen Ihrer Menstruation beobachten, berate ich Sie gerne, welche Möglichkeiten die Traditionelle Chinesische Medizin in Ihrer individuellen Situation bieten kann.Die chinesische Behandlung orientiert sich nicht allein an der schulmedizinischen Diagnose, sondern am individuellen Muster, das sich aus der Diagnostik ergibt.
